The Alpinedale comes home – sozusagen

Noch bevor wir in diesem Jahr irgendwas Berg- oder Trekkingartiges unternehmen und endlich Steine, Erde und Gras unter unseren Füßen und Pfoten zu spüren bekommen, bewegt sich an der Veröffentlichungsfront etwas – und zwar Richtung Großbritannien, des Airedales Heimatland: Seit Kurzem gibt es auch dort den Alpinhundkalender!

Dieses Jahr backen wir kleinere Berge

Die Tourenplanung ist immer eine wunderschöne Zeit – der Kopf voller Ideen, was man immer schon mal laufen wollte, die Zeitplaner von zwei Leuten in der Hand mit der Frage, wann man gemeinsam Urlaub bekommen kann, und das alles am prasselnden Kaminfeuer bei einer guten Flasche Wein. Da fallen die geistigen Höhenflüge über gletscherbedeckte Alpenkämme nicht schwer. Man riecht die Bergluft, hört das Klimpern der Ausrüstung, spürt das Schnaufen in den Lungen beim Aufstieg – und die Freiheit im Sein, so weit weg von der gewohnten Zivilisation. Bergdale - der Alpinhundblog Dieses Jahr aber wird alles anders. Uns gefallen ja nicht nur die Alpen, und schon lange wollten wir einen der großen Fernwanderwege beginnen. Wir folgen daher wir gewissermaßen dem „Downsizing“-Trend, zumindest was die Höhe der Berge angeht: Wir wollen anfangen mit dem Laufen des deutschen Teils vom … … Grünen Band! Dieser auf eine Naturschutzinitiative hin entstandene Ultra-Fernwanderweg mit einer Länge von mehr als 12.500 km verläuft auf dem in weiten Teilen naturbelassenen Eisernen Vorhang, der früher den Westen vom Osten abgrenzte. Das Band verläuft von Nordfinnland durch 24 Länder hindurch bis hinunter nach Griechenland. Ich kann gar nicht sagen, wie verlockend ich es fände, die ganze Strecke … nein, nein, nein, das lassen die Arbeitgeber und andere Verpflichtungen, die wir mehr oder weniger freiwillig eingegangen sind, nicht zu. Naja, vielleicht noch nicht. Zunächst jedenfalls wollen wir uns das Grüne Band Deutschland vorknöpfen, mit 1.400 km Gesamtlänge ja nun auch nicht gerade ein Sonntagnachmittagspaziergang. Bergdale - der Alpinhundblog Gestern ist endlich die druckfrisch erschienene Neuauflage des Wanderführers von Reiner Cornelius mit der Post eingetrudelt, und wir können mit der Routenplanung loslegen. Ich bin gespannt, wo uns der Urlaub hinführt, denn bisher kenne ich die ehemalige deutsch-deutsche Grenze nur von den zahlreichen Besuchen bei unseren Verwandten in der damaligen DDR. Jede Grenzüberfahrt war für mich als Kind ein beeindruckend-gruseliges Mini-Abenteuer, flankiert von schwer bewaffneten Grenzern, die uns im freundlichkeitsbefreiten Befehlston unser Auto auspacken ließen und anschließend halb auseinandernahmen. Dass ich die gleiche (Ex-)Grenze jetzt entlangwandern kann, umgeben von Natur, gemeinsam mit meinem Partner und unserem Bergdale, der für diesen Sommer zum Trekkingdale wird, das ist damit so etwas wie meine ganz eigene, dankbare Form von „Schwertern zu Pflugscharen“! Ich freue mich aber auch besonders darauf, Schritt für Schritt die wechselnden Regionen zu erlaufen. Wenn auch nicht auf einmal, so doch aber hoffentlich irgendwann ganz. Und dann vielleicht doch noch den europäischen Gesamtweg … damit würden wir auch dann zwar kleinere Berge backen, aber auf jeden Fall längere. Sehr viel längere.